Ines Schaberger

Wissenschaftliche Forschungsmitarbeiterin
am Lehrstuhl für Dogmatik und Fundamentaltheologie

Forschungsprojekt: Neue Lebensformen an Orten kontemplativer Gemeinschaften 

Das Projekt erforscht den tiefgreifenden Wandel, den kontemplativ-klösterliche Gemeinschaften im deutschsprachigen Raum durchlaufen. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen öffnen diese Gemeinschaften ihre Lebensorte und -formen für neue Modelle des gemeinschaftlichen und spirituellen Lebens. Das Projekt untersucht, welche neuen Formen des Zusammenlebens sich dabei herausbilden, unter welchen Herausforderungen dies geschieht und welche Bedingungen und Dynamiken diese Transformationsprozesse prägen, um so zukunftsweisende Perspektiven zu erschliessen.

Die Gegenwart markiert einen bedeutsamen Einschnitt in der Geschichte des christlich-kontemplativen Lebens, gerade auch im deutschsprachigen Raum. Viele Ordensgemeinschaften stehen heute vor der Herausforderung, ihre Lebensorte, ihre Ordenstraditionen und -spiritualitäten in eine Zukunft zu überführen, in der die klassischen Lebensformen des Ordenslebens ihre Anziehungskraft verlieren. Das Forschungsprojekt nimmt diesen historischen Moment zum Ausgangspunkt und untersucht, wie Gemeinschaften ihre Lebensorte und -formen für Menschen öffnen, die deren kontemplative Tradition weiterführen möchten, ohne jedoch die Ordenszugehörigkeit zu übernehmen oder in voller Weise zu teilen.

Anhand ausgewählter Fallbeispiele dokumentiert und analysiert das Projekt, wie im Umfeld kontemplativer Gemeinschaften neue Formen des Zusammenlebens entwickelt und erprobt werden. Dabei werden Chancen, aber auch Schwierigkeiten und Spannungen solcher Übergänge gleichermassen in den Blick genommen.

  • Wie gehen langjährige Ordensmitglieder mit dem Wandel ihrer Gemeinschaft um?
  • Wie finden neu hinzukommende Personen ihren Platz?
  • Und welche Formen der Verbindlichkeit tragen eine neue Gemeinschaft?

Die Analyse umfasst theologische, soziologische, kirchenrechtliche und ökonomische Dimensionen.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen wissenschaftlich dokumentieren, was sich derzeit vollzieht, und für laufende Praxisprojekte Einsichten, Orientierungswissen und Vernetzung liefern.

Das drittmittelfinanzierte Forschungsprojekt wird verantwortet von der Theologischen Hochschule Chur und der Universität Zürich in Kooperation mit dem SPI St. Gallen.

Kontakt

Theologische Hochschule Chur
Alte Schanfiggerstrasse 7
7000 Chur


+41 81 254 99 23

Kurzbiografie

seit 2026                        Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt «Neue Lebensformen an Orten kontemplativer Gemeinschaften»

seit 2023                        Kommunikationsverantwortliche «Wiborada-Projekt»

seit 2020                        Journalistin bei der ökumen. Medienarbeit SG
Podcasts «Fadegrad» sowie «Sternenglanz»

2022 – 2024                  Sprecherin «Wort zum Sonntag» im Schweizer Fernsehen SRF

2021 – 2023                  Seelsorgerin in Berufseinführung in Gossau SG

2020 – 2022                  Geschäftsführerin «175 Jahre Bistum St.Gallen»

2020 – 2021                  Masterstudium Theologie an der Theologischen Hochschule Chur

2016  – 2019                 Studium der Kath. Fachtheologie sowie Masterstudium Katholische Religionspädagogik an den Universitäten Wien und Fribourg

2015 – 2016                  Ausbildung «Beruf Journalistin», KMA (AT)

2014 – 2020                  Kommunikationsverantwortliche im «Bibelzentrum», Wien (AT)

2013 – 2016                  Bachelorstudium Katholische Religionspädagogik an der Universität Wien

2002 – 2011                  Stiftsgymnasium Melk (AT)