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1. Churer Kirchenmusiktag am 26.11.2021

 

Der Kirchenmusikverband Bistum Chur und die Theologische Hochschule Chur luden erstmals gemeinsam zu einem Kirchenmusiktag ein, der unter Berücksichtigung der geltenden Covid-Massnahmen stattfinden konnte. Dieser Einladung sind erfreulicherweise rund 50 interessierte Personen aus dem Umfeld Kirchenmusik, Liturgie und Pfarreiarbeit gefolgt. Der ungezwungene Einstieg bei Kaffee und Gipfeli bot eine erste Möglichkeit, untereinander ins Gespräch zu kommen. Nach der offiziellen Begrüssung der Liturgieprofessorin der Theologischen Hochschule, Birgit Jeggle-Merz und des Präsidenten des Kirchenmusikverbandes, Udo Zimmermann, gab es ein erstes Einwärmen der eigenen Stimme im Chor aller. Anschliessend starteten die Workshops. Das Angebot war breit gefächert. Neben zwei Referaten «Mozart verboten!» und «Kirchenmusik im Nationalsozialismus», gab es praktische Anwendungen im «Kreativ Orgel spielen», «Gesungenes für den Gottesdienst während und nach Corona» und «Mein Handy und ich – wer braucht heute noch einen Chor um Lieder zu lernen?». Die «Liederbörse» fürs Kirchenjahr oder Kinderchor und «Firmgottesdienst musikalisch gestalten» halfen sicher der einen oder dem anderen, neue Ideen zu bekommen für die Umsetzung in der eigenen Praxis. Der Tag war zu kurz, um an mehr als zwei der vielversprechenden Workshops teilzunehmen.

Die Stimmübungen und das Singen im Plenum mit Heinz Girschweiler jeweils vor den Workshops waren sehr inspirierend. Neben dem pädagogischen Aspekt, haben sie eine einende Atmosphäre geschaffen. Sinnvoll und sinnreich empfand ich jedoch nicht nur das gemeinsame Singen, sondern auch das miteinander Beten und Feiern beim Mittagsgebet und zum Abschluss des Tages mit dem Luzernar. Die Lichtfeier mit Lichterprozession durch die Kirche und Krypta brachte zum Bewusstsein, dass unser Einsatz in Kirchenmusik und Liturgie letztlich dem grossen Ganzen dienen, Menschen miteinander und mit dem Göttlichen in Verbindung zu bringen.

Ich nehme viele Anregungen und Impulse mit, danke herzlich allen, die zu diesem Tag beigetragen haben und freue mich auf ein nächstes Mal!

Franziska Diederen

(Vgl. die Erstpublikation in der Zeitschrift «Musik & Liturgie», 2022/Ausgabe 1).