René Schaberger

Doktorand
am Lehrstuhl für Dogmatik und Fundamentaltheologie

Rektoratsassistent

Aktuelles

Im Mai 2026 startete das Forschungsprojekt:

Neue Lebensformen an Orten kontemplativer Gemeinschaften

Das Projekt erforscht den tiefgreifenden Wandel, den kontemplativ-klösterliche Gemeinschaften im deutschsprachigen Raum durchlaufen. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen öffnen diese Gemeinschaften ihre Lebensorte und -formen für neue Modelle des gemeinschaftlichen und spirituellen Lebens. Das Projekt untersucht, welche neuen Formen des Zusammenlebens sich dabei herausbilden, unter welchen Herausforderungen dies geschieht und welche Bedingungen und Dynamiken diese Transformationsprozesse prägen, um so zukunftsweisende Perspektiven zu erschliessen.

Transformatio;
Bibel; Liturgie; Kultur

Lese hier die neuste Ausgabe: transformatio-journal.org

Qualifikationsarbeit & Forschungsinteressen

Qualifikationsarbeit

Unerschöpflichkeit
Die Unerschöpflichkeit in der Philosophie von Luigi Pareyson und dessen Potential für die Theologie

Luigi Pareyson (1918-1991) war ein bedeutender Philosoph im Italien der Nachkriegszeit. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehörten die Existenzphilosophie und der deutsche Idealismus; zu seinen wichtigsten Werken zählen sein Beitrag zu einer Existenzphilosophie (Esistenza e Persona) seine Theorie der Ästhetik (Estetica: teoria della formatività), seine Theorie der Hermeneutik (Verità e interpretazione) und seine Philosophie der Freiheit (Ontologia della libertà). Philosophen wie Umberto Eco und Gianni Vattimo zählen zu seinen Schülern. Nördlich der Alpen wurde sein Werk bisher in Philosophie und Theologie noch kaum rezipiert. Erst in den vergangenen Jahren erschienen die ersten deutschen Übersetzungen einzelner Werke.
Nach dem erfolgreichen Abschluss einer Vorstudie (Lizentiatsarbeit: Von der unerschöpflichen Unendlichkeit des Wahren. Luigi Pareysons Denken auf der Suche nach einem Weg jenseits von Relativismus und Dogmatismus), wird der Fokus der Dissertation auf einem bedeutenden Motiv in der Philosophie Pareysons liegen: Es soll untersucht werden, welche Bedeutung das Motiv der Unerschöpflichkeit im Werk Pareysons hat, wie sich das Motiv systematisch begründet und welches Potenzial es für die Theologie birgt.

Moderation: Prof. Dr. Eva-Maria Faber

 

Weitere Forschungsinteressen

Forschungsprojekt:
Neue Lebensformen an Orten kontemplativer Gemeinschaften

Das Projekt erforscht den tiefgreifenden Wandel, den kontemplativ-klösterliche Gemeinschaften im deutschsprachigen Raum durchlaufen. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen öffnen diese Gemeinschaften ihre Lebensorte und -formen für neue Modelle des gemeinschaftlichen und spirituellen Lebens. Das Projekt untersucht, welche neuen Formen des Zusammenlebens sich dabei herausbilden, unter welchen Herausforderungen dies geschieht und welche Bedingungen und Dynamiken diese Transformationsprozesse prägen, um so zukunftsweisende Perspektiven zu erschliessen.

Die Gegenwart markiert einen bedeutsamen Einschnitt in der Geschichte des christlich-kontemplativen Lebens, gerade auch im deutschsprachigen Raum. Viele Ordensgemeinschaften stehen heute vor der Herausforderung, ihre Lebensorte, ihre Ordenstraditionen und -spiritualitäten in eine Zukunft zu überführen, in der die klassischen Lebensformen des Ordenslebens ihre Anziehungskraft verlieren. Das Forschungsprojekt nimmt diesen historischen Moment zum Ausgangspunkt und untersucht, wie Gemeinschaften ihre Lebensorte und -formen für Menschen öffnen, die deren kontemplative Tradition weiterführen möchten, ohne jedoch die Ordenszugehörigkeit zu übernehmen oder in voller Weise zu teilen.

Anhand ausgewählter Fallbeispiele dokumentiert und analysiert das Projekt, wie im Umfeld kontemplativer Gemeinschaften neue Formen des Zusammenlebens entwickelt und erprobt werden. Dabei werden Chancen, aber auch Schwierigkeiten und Spannungen solcher Übergänge gleichermassen in den Blick genommen. Wie gehen langjährige Ordensmitglieder mit dem Wandel ihrer Gemeinschaft um? Wie finden neu hinzukommende Personen ihren Platz? Und welche Formen der Verbindlichkeit tragen eine neue Gemeinschaft? Die Analyse umfasst theologische, soziologische, kirchenrechtliche und ökonomische Dimensionen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen wissenschaftlich dokumentieren, was sich derzeit vollzieht, und für laufende Praxisprojekte Einsichten, Orientierungswissen und Vernetzung liefern.

Das drittmittelfinanzierte Forschungsprojekt wird verantwortet von der Theologischen Hochschule Chur und der Universität Zürich in Kooperation mit dem SPI St. Gallen.

 

Theologie und Ästhetik

Über ein Erleben von Formen der Ästhetik – wie sie in Kunst, Musik, Literatur, Architektur etc. begegnen – sind transzendente und kontemplative Erfahrungen möglich, die das spirituelle Leben bereichern können, oder sie können Glaubens- und Wertevorstellungen herausfordern, hinterfragen und zu Neuem inspirieren. Das Erleben und Erfahren von Kunst bedarf Theorien der rationalen Reflexion. Dies macht die Schnittstelle von Theologie und Ästhetik, in der das Erleben und Interpretieren kultureller Leistungen reflektiert wird, zu einem spannenden Forschungsfeld.

Lese dazu: Barock – Ästhetik der antagonistischen Dialektik. Oder wie der Barock lehrt, Pluralität zu denken

 

Friedrich Nietzsche

In meiner Masterarbeit setzte ich mich mit der Philosophie Friedrich Nietzsches auseinander, insbesondere mit seinem Ideologiebegriff. Seither ist mein Interesse am Werk und an der Persönlichkeit Nietzsches ungebrochen geblieben.

Kurzbiografie

Seit Mai 2026 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojket «Neue Lebensformen an Orten kontemplativer Gemeinschaften»

Seit 2023 Research Fellow am Forschungszentrum «Religion and Transformation»

Seit 2020 Anstellung als Rektoratsassistent an der Theologischen Hochschule Chur und der Beginn des Lizentiats- bzw. Dissertationsprojekts

2023 – 2024 Forschungsaufenthalt an der Universität Wien

2019 Auszeit für eine Pilgerreise von Melk (Niederösterreich) nach Assisi

2017 – 2019 Masterstudiengang Theologie an der Theologischen Hochschule Chur

2014 – 2016 Dienst in der Päpstlichen Schweizergarde in Rom

2012 – 2014 Bachelorstudiengang Fachtheologie an der Theologischen Hochschule Chur

2012 Auszeit für eine Pilgerreise von Canterbury nach Rom

2010 – 2012 Jugendseelsorger in der Pfarrei St. Marien Bern

2008 – 2012 Studium der Religionspädagogik am Religionspädagogischen Institut der Universität Luzern

Publikationen

Artikel

 

Kleinere Beiträge (Wissenschaftstransfer)

 

Exerzitientätigkeit

2024 – Exerzitien im Kloster Rapperswil gemeinsam mit Br. Niklaus Kuster
2022 – Exerzitien im Kloster Rapperswil gemeinsam mit Br. Niklaus Kuster

Kontakt

Theologische Hochschule Chur
Alte Schanfiggerstrasse 7
7000 Chur

orcid.org/0009-0003-4452-6581