7. Seminare

Zur Orientierung für die Lehrpersonen ist eine Anmeldung obligatorisch bis 14.08.2026 für die Seminare des Herbstsemesters, bis 04.12.2026 für die Seminare des Frühjahrssemesters. Dies gilt nicht für neu an der TH Chur Studierende.

Um sich über das Formular anmelden zu können, braucht es eine E-Mailadresse der TH Chur (thchur.ch). Verfügen Sie über keine solche Adresse, erfolgt die Anmeldung über das Sekretariat:

Herbstsemester 2026

Anmeldung:

7.1. Wozu Religion?
Martina Roesner, Die menschliche Gottesbeziehung bei Thomas von Aquin und Meister Eckhart

Frühjahrssemester 2026
Mittwoch, 16.45-18.25 Uhr

Freies Angebot BA 1-3 / MA 1-2 – Regelmässige, aktive Teilnahme (höchstens zwei versäumte Sitzungen) 2 ECTS / Regelmässige, aktive Teilnahme + Anfertigung einer Seminararbeit 4 ECTS

Die Frage nach dem Wesen der Zeit gehört zu den grossen Grundproblemen des philosophischen Denkens. Ausgehend von den klassischen Zeittheorien und -definitionen bei Platon, Aristoteles, Augustinus, Husserl und Heidegger will das Seminar die verschiedenen Modelle einer eher objektiv-kosmologischen bzw. subjektiv-psychologisch-existenziellen Zeit untersuchen und auf ihre jeweiligen metaphysischen bzw. anthropologischen Implikationen hin befragen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf das theologisch so bedeutsame Verhältnis zwischen «Zeit» und «Ewigkeit» bzw. «Überzeitlichkeit» gelegt werden, das für gewöhnlich mit dem Unterschied zwischen Schöpfung und Schöpfer gleichgesetzt wird, in Wirklichkeit aber schon innerhalb des menschlichen Bewusstseins anzutreffen ist. Auf diese Weise soll deutlich werden, dass der Mensch auf der Grenze zwischen Zeit und Ewigkeit angesiedelt ist und daher nie restlos in der Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit aufgehen kann.

Gewisse philosophische Grundkenntnisse sind zumindest sehr empfehlenswert, aber nicht unabdingbare Voraussetzung für die Teilnahme.

Kontakt:

7.2. Halt in haltloser Zeit
Franziskus Knoll, Lisa Kühn, Pastoraltheologische und liturgische Kompetenzen in der Begleitung von Sterben, Tod und Trauer

Herbstsemester 2026
Mittwoch, 16.45-18.25 Uhr

Freies Angebot BA 2-3 / MA 1-2 – schriftliche Arbeit – 3 ECTS

Der Tod konfrontiert uns mit der radikalsten Form der Haltlosigkeit. Als zukünftige Seelsorger:innen werden Sie Menschen in diesen Grenzerfahrungen beistehen – an der Schwelle des Sterbens, im ersten Schock des Verlustes und durch die lange Landschaft der Trauer hindurch. Dieses Seminar möchte Sie theologisch, praktisch und persönlich auf dieses besondere Aufgabenfeld vorbereiten.

Wir erarbeiten Grundlagen einer zeitgemäßen und sensiblen pastoralen und liturgischen Begleitung. Neben der gemeinsamen Analyse pastoraler Konzepte und liturgischer Feierformen sollen Gespräche mit Expert:innen und Exkursionen ihre Kompetenzen erweitern und zur Vertiefung des je eigenen Reflexionsprozesse anregen.

Wir laden Sie ein zu einem Seminar, das theoretisches Wissen mit praktischer Übung verbindet und Raum bietet, die eigene Haltung in diesem anspruchsvollen und bedeutungsvollen pastoral-liturgischen Tätigkeitsfeld zu finden und zu festigen.

Anmeldung:
Kontakt: ,

7.3. Leseseminar Thomas von Aquin, Streifzüge durch seine Schriften
Fulvio Gamba

Herbstsemester 2026
Freitag, 08.25-15.30Uhr
Daten: 18.09./23.10./13.11./04.12.26

Freies Angebot BA 1-3 – Teilnahme 2 ECTS, mit schriftliche Arbeit 4 ECTS

Die Philosophie des Aquinaten erfreut sich in letzter Zeit, auch ausserhalb des theologischen Lehrbetriebes, wieder grosse Beachtung. Anhand ausgewählter Schriften soll ein Überblick über das vielfältige Schaffen dieses mittelalterlichen Denkers gewonnen werden, dessen gedankliche Erkundungen nach wie vor für die Theologie inspirierend wirken.

Kontakt:

Frühjahrssemester 2027

Anmeldung:

7.4. Zwischen Laizität und Taufboom
Christian Cebulj, Religionspädagogik

Frühjahrssemester 2027
Freitag, 19.03.2027; 08.25-12.05 Uhr (online)

Freies Angebot BA 2-3 / 1-2 MA – schriftliche Seminararbeit – 4 ECTS

Zwischen Laizität und Taufboom: Religionspädagogik und Katechese in Frankreich (Seminar mit Exkursion nach Paris, in Kooperation mit Prof. Dr. Christian Höger, Universität Luzern und Claude Bachmann, TH Chur)

Anmeldung:
Kontakt:

7.5. Der Tod
Martina Roesner, als Grundthema der Philosophie

Frühjahrssemester 2027
Mittwoch, 16.45-18.25 Uhr

Freies Angebot BA 1-3 / MA 1-2 – Regelmässige, aktive Teilnahme (höchstens zwei versäumte Sitzungen) 2 ECTS / Regelmässige, aktive Teilnahme + Anfertigung einer Seminararbeit 4 ECTS

Wie kaum ein anderes philosophisches Grundproblem rührt die Frage nach dem Wesen und der Bedeutung des Todes in unmittelbarer Weise an die Wurzel des menschlichen Selbstverständnisses. Der Grund dafür liegt darin, dass der Tod – verstanden als das Ende des biologischen Lebens – ein unausweichliches Schicksal darstellt, das ausnahmslos alle Menschen betrifft. Angesichts dieses empirischen Faktums stellen sich für die Philosophie drei grundlegende Fragen: Erstens gilt es zu klären, ob der biologische Tod tatsächlich in jeder Hinsicht als das definitive Ende des Menschen angesehen werden muss oder ob es Gründe dafür gibt, zumindest von einer partiellen Weiterexistenz der menschlichen Person (Seele, Geist etc.) über diese Grenze hinaus auszugehen. Davon ausgehend stellt sich zweitens die Frage, ob der Tod für den Menschen ein positives Gut, ein unbedingt zu vermeidendes Übel oder aber ein neutrales Phänomen darstellt, das man weder herbeiwünschen noch fürchten sollte. Und drittens hat die Philosophie vor diesem Hintergrund die Aufgabe, weiterführende Erwägungen darüber anzustellen, wie man angesichts der Unausweichlichkeit des je eigenen Todes in richtiger Weise leben sollte. Dabei gilt es vor allem der Frage nachzugehen, ob eine gedankliche Auseinandersetzung mit dem Tod im Sinne des klassischen memento mori zum Gelingen der eigenen Lebensgestaltung konstruktiv beitragen kann oder dabei eher hinderlich ist.

Dieser Themenkomplex ist insofern von besonderer Aktualität, als in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Debatte ganz unterschiedliche und teilweise widersprüchliche Tendenzen zu beobachten sind: Einerseits geht das medizinisch-biowissenschaftliche Vorhaben einer stetigen Verlängerung der menschlichen Lebenserwartung mit einer zunehmenden Verdrängung und Tabuisierung der Phänomene von Tod und Sterblichkeit aus dem öffentlichen Bewusstsein Hand in Hand. Andererseits wird im Kontext der Bioethik hinsichtlich des Problems der aktiven und passiven Sterbehilfe sowie des assistierten Suizids der Tod wieder zu einem Thema, das auf das engste mit der Frage nach der Menschenwürde sowie nach Reichweite und Grenzen menschlicher Selbstbestimmung verknüpft ist.

Im Rahmen des Seminars sollen anhand ausgewählter Primärtexte von Platon bis Heidegger die wichtigsten philosophischen Positionen zum Thema Tod und (Un-)Sterblichkeit erörtert und auf ihre anthropologischen, ethischen und theologischen Voraussetzungen und Implikationen hin befragt werden.

Gewisse philosophische Grundkenntnisse sind zumindest sehr empfehlenswert, aber nicht unabdingbare Voraussetzung für die Teilnahme.

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7.6. «Texts of Terror»
Johanna Erzberger

Frühjahrssemester 2027
Freitag 10.25-18.25 Uhr
Daten:

Freies Angebot BA 1-3 / MA 1-2 – Teilnahme 2 ECTS, Teilnahme mit inhaltlichem Beitrag 3 ECTS, Teilnahme und schriftliche Arbeit 4 ECTS

In ihrer bereits 1984 erstmals erschienen und seitdem vielfach wiederaufgelegten Monographie «Texts of Terror. Literary Feminist Readings of Biblical Narratives» behandelt Phillis Trible nicht nur für feministische ExegetInnen schockierende und widerständige Texte wie die Vergewaltigung der Davidstochter Tamar durch ihren Halbbruder Amnon in 2 Sam 13 oder die Opferung der Tochter Jeftahs in Ri 11. Die Bezeichnung „Texts of Terror“ hat eine Wirkungsgeschichte weit über Phillis Tribles namensgebendes Buch hinaus. Das Seminar behandelt «Texts of Terror» unter Verwendung unterschiedlicher exegetischer und hermeneutischer Zugänge, die am Beispiel dieser Texte auch selbst kritisch beleuchtet und kontextualisiert werden.

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