8. Studienbegleitung
Gemäss der Präambel der Studienordnung ist an der TH Chur eine intensive Studienbegleitung durch die Professoren vorgesehen. Sie dient dazu, die Eigenleistung der Studierenden zu fördern und einen reflektierten Studienverlauf zu gewährleisten. Im Gespräch mit Professoren sollen die Studierenden die Möglichkeit haben, sich regelmässig über den Fortgang ihres Studiums Rechenschaft abzulegen und aufkommende Fragen einzeln oder in Gruppen zu bearbeiten.
Die Studierenden können als Kurs einen Professor oder eine Professorin für diese Studienbegleitung wählen oder je einzeln eine solche Begleitung beanspruchen.
Masterkolloquium
Herbstsemester 2026
Mittwoch, 10.25-15.30 Uhr; Daten:
Frühjahrssemester 2027
Montag, 08.25-10.05 Uhr; Daten:
Pflichtvorlesung MA 2
Studierende des 2. Studienjahres im Master-Studiengang haben gemäss Studien und Prüfungsordnung ein Masterkolloquium im Umfang von 2 SWS (3 ECTS) zu absolvieren. Dieses Kolloquium dient der Begleitung der Masterarbeiten sowie dazu, die synthetischen Kenntnisse der theologischen Fächer in einer Gesamtschau zu überprüfen. Studierende, deren Abgabe der Masterarbeit sich bis in das darauffolgende Herbstsemester verzögert, müssen während der Erstellung ihrer Masterarbeit das Master-Kolloquium nochmals besuchen (vgl. E 8.2.).
Kontakt:
Schreibworkshop mit Schreibcoach Dr. Claudia Macho
Seien es Seminararbeiten, wissenschaftliche Essays oder die Masterarbeit: bis zum Masterabschluss in Theologie erwartet Studierende nicht nur intensive Lektüre, sondern auch das eigene Verfassen von Texten. Aber wie lässt sich der Schreibprozess eines wissenschaftlichen Textprojekts effizient und strukturiert umsetzen? Wie lässt sich eine logische, nachvollziehbare Struktur für die Masterarbeit entwickeln? Und wie gelingt die zielgerichtete Verknüpfung von Lesen, Denken und Schreiben? Diesen und weiteren Fragen widmet sich dieser Schreibworkshop.
Dr. Claudia Macho ist Schreibcoach und -trainerin für WissenschaftlerInnen. Sie bietet ihre Fachexpertise an zahlreichen Universitäten im deutschsprachigen Raum an und ist darin erfahren, sowohl Studierende beim Erlernen des wissenschaftlichen Arbeitens zu unterstützen als auch Doktorierende aus dem geistes- und kulturwissenschaftlichen Bereich bei der Vertiefung ihrer Schreibkompetenz zu begleiten.
Zeitaufwand des Workshops: 3 Workshopeinheit à 2 Lektionen.
Der Workshop findet online statt.
Es ist auch möglich, nach Interesse oder Bedarf einzelne Workshopeinheiten zu besuchen.
Anmeldung: Link folgt.
Aufbau:
Der Schreibworkshop besteht aus drei aufeinander aufbauenden Einheiten mit praktischen Tipps und Tricks für die Erarbeitung einer Seminar- oder Masterarbeit. Um an den einzelnen Einheiten teilnehmen zu können, benötigen Sie ein jeweils entsprechendes Level an Vorarbeit. Bitte bringen Sie die zu den Kurseinheiten angeführten Unterlagen in die jeweilige Einheit mit – Sie werden unter Anleitung direkt damit weiterarbeiten.
1. Workshopeinheit: Der wissenschaftliche Schreibprozess
Datum: Dienstag, 24. Novenber 2026, 18:30 – 20:00 Uhr
In der ersten Workshopeinheit ergründen wir, wie sich der wissenschaftliche Schreibprozess in Seminararbeiten und der Masterarbeit gezielt steuern lässt – vom Beginn bis zum erfolgreichen Abschluss. Dazu beleuchten wir die fünf zentralen Phasen des wissenschaftlichen Schreibprozesses, reflektieren typische Vorgehensweisen beim Schreiben und identifizieren, wo Stolpersteine liegen und wie sie sich vermeiden lassen. All das verhilft den Teilnehmenden, Strategien zu entwickeln, um ins Schreiben zu finden und bis zur Fertigstellung des Projekts verlässlich im Schreibfluss zu bleiben.
Was Teilnehmende aus dieser Einheit mitnehmen:
- Klarheit darüber, welche Phasen ein wissenschaftlicher Schreibprozess durchläuft, in welcher Phase sie sich gerade befinden – und welche Schritte als Nächstes zu gehen sind
- Ihr persönliches Schreibtyp-Profil und einen individuellen Plan, wie sie gezielter mit ihren Stärken und Schwächen als Schreibende arbeiten können.
- Die Erkenntnis, dass wissenschaftliches Schreiben ein Handwerk ist, das sich kontinuierlich weiterentwickeln darf
Für diese Einheit sollten Sie bereits in die Arbeit an Ihrem Seminar- oder Masterprojekt eingestiegen sein oder unmittelbar bevorstehen. Das Thema Ihrer Arbeit sollte bereits grob festgelegt sein und erste Überlegungen zu inhaltlich vielversprechenden Fragestellungen und methodischen Vorgehensweisen sollten vorliegen.
2. Workshopeinheit: Struktur und Gliederung einer Seminar- oder Masterarbeit
Datum: Dienstag, 9. März 18:30 – 20:00 Uhr
In der zweiten Workshopeinheit gehen wir gemeinsam den Weg von einem ersten Konzept zu einem soliden Inhaltsverzeichnis. Ausgehend von den bereits angedachten Fragestellungen der Teilnehmenden erarbeiten wir eine klare, logisch aufgebaute Struktur für den Gesamttext und einzelnen Kapitel – und finden heraus, in welcher Reihenfolge die Arbeit an den einzelnen Textteilen zielgerichtet und effizient erfolgen kann.
Was Teilnehmende aus dieser Einheit mitnehmen:
- Eine klar aufgebaute Kapitelstruktur für die Arbeit, die logisch auf den Fragestellungen aufbaut
- Sicherheit darüber, was inhaltlich in welches Kapitel einer Arbeit gehört
- Einen konkreten Fahrplan, in welcher Reihenfolge die Arbeit an den einzelnen Kapiteln sinnvoll ist – und welcher Textabschnitt jetzt an der Reihe ist.
Für diese Einheit sollten Sie bereits eine Fragestellung und ein geplantes Untersuchungsvorhaben für Ihre Arbeit festgelegt und erste Überlegungen zum Aufbau eines Inhaltsverzeichnisses angestellt haben. Bitte bringen Sie diese Vorarbeiten direkt in die Einheit mit.
3. Workshopeinheit: Wissenschaftlich lesen um zu schreiben
Datum: Dienstag, 30. März 16:45 – 18:15 Uhr
In der dritten Workshopeinheiten beleuchten wir das zentrale Zusammenspiel von Lesen, eigenständigem Denken und Schreiben in der Arbeit. Wir fragen uns: wann, wie und wozu erfolgt beim wissenschaftlichen Schreiben eigentlich der Rückgriff auf Quellen und Literatur? Wie exzerpieren Sie gelesene Inhalte nachvollziehbar und binden sie in Ihren eigenen Text ein? Wie paraphrasieren und zitieren Sie korrekt Aussagen anderer Autor*innen? Und wie wird so aus Gelesenem am Ende etwas ganz Eigenes?
Was Teilnehmende aus dieser Einheit mitnehmen:
- Verständnis dafür, wann und wozu wissenschaftliche Literatur in einer Abschlussarbeit benötigt wird, sowie einen konkreten Fahrplan, wie Lesen und Schreiben produktiv miteinander verzahnt werden können
- Eine erprobte Lesemethode, um Gelesenes strukturiert aufzubereiten und schrittweise in den eigenen Text zu überführen (SQRH-Methode)
- Sicherheit im Umgang mit direkten und indirekten Zitaten – und das Wissen, wie Fremdtext sauber und korrekt in den eigenen Text eingebettet wird
Für diese Einheit sollten Sie bereits eine Fragestellung sowie ein (zumindest grobes) Inhaltsverzeichnis für Ihre Arbeit festgelegt haben. Darüber hinaus sollten Sie bereits wichtige Fachliteratur, die Sie in Ihrer Arbeit nutzen wollen, gesammelt und sich damit auseinandergesetzt haben. Bitte bringen Sie ein ausgewähltes Werk, das Sie für Ihre Arbeit lesen und heranziehen wollen, direkt in die Einheit mit.
Der Kurs ist verpflichtend für:
Siehe Erläuterungen zur Studien- und Prüfungsordnung, E 6.3.
