4. Systematische Theologie
Dozierende
Dogmatik und Fundamentaltheologie
Prof. Dr. Eva-Maria Faber
Dr. Fulvio Gamba
Theologische Ethik
Prof. Dr. Hanspeter Schmitt
Dr. rer. soc. Dana Sindermann
Dogmatik und Fundamentaltheologie
4.1. Theologische Propädeutik
Herbstsemester 2026
Montag, 10.25-12.05 Uhr
Frühjahrssemester 2027
Mittwoch, 10.25-12.05 Uhr
Pflichtvorlesung BA 1 – Mündliche Prüfung nach jedem Semester – 6 ECTS
Die Theologische Propädeutik will am Beginn des Theologiestudiums den Rahmen, in dem sich die Theologie als Wissenschaft bewegt, erhellen und eine grundlegende Einübung in das theologische Denken fördern. Dies impliziert die in der Theologischen Erkenntnis- oder Prinzipienlehre geleistete Vergewisserung darüber, wie theologische Erkenntnis zu gewinnen ist und aus welchen Ressourcen der Glaube ebenso wie die theologische Reflexion schöpfen.
Die Lehrveranstaltung befähigt somit Studierende, theologische Fragestellungen in systematischer Weise anzugehen, indem sie sich mit den theologischen Bezeugungsinstanzen vertraut machen und lernen, deren Ausdrucksformen zu konsultieren. Dadurch werden Studierende in die Lage versetzt, differenzierte Argumentationen zu führen.
4.2. Religion und Offenbarung
Herbstsemester 2026
Donnerstag, 10.25-12.05 Uhr / Donnerstag, 15.50-16.35
Pflichtvorlesung BA 2-3 / MA 1-2 – Mündliche Prüfung / Schriftliche Arbeit – 4.5 ECTS
Die Fundamentaltheologie hat den Auftrag, den Glauben vor der Vernunft und im Angesicht anderer Glaubensweisen und Weltanschauungen, ggf. gegenüber Bestreitungen, zu verantworten und zu begründen. Auf einer grundlegenden Ebene richtet sich dieses Bemühen auf die religiöse Haltung im Allgemeinen und den Gottglauben im Besonderen (Religion). Darüber hinaus betrifft die fundamentaltheologische Reflexion die spezifische Verfasstheit eines Glaubens, der sich auf Offenbarung richtet, wie der christliche Glaube sie in der Selbstmitteilung des trinitarischen Gottes erkennt.
Im heutigen Kontext sind in der fundamentaltheologischen Reflexion von Religion die Erörterung des Religionsbegriffs, die pluralen Phänomene des Religiösen, die Auseinandersetzung mit religiöser Indifferenz ebenso wie mit dem Postulat der Religionsfreiheit relevant. Die Auseinandersetzung mit dem Offenbarungsglauben betrifft insbesondere die Frage, wie sich das vernünftige Selbstverständnis des Menschen und die Autonomie seiner Freiheit zum Angegangensein seiner Freiheit durch eine Offenbarungsanrede verhalten.
4.3. Allgemeine Sakramententheologie
Herbstsemester 2026
Dienstag, 10.25-11.10 Uhr
Pflichtvorlesung BA 2-3 / MA 1-2 – Mündliche Prüfung – 1.5 ECTS
Die Allgemeine Sakramententheologie reflektiert anthropologische und theologische Voraussetzungen sakramentalen Feierns und thematisiert Charakteristika, die den einzelnen Sakramenten gemeinsam sind. Damit schärft sie die Aufmerksamkeit für Kriterien einer sinnvollen Gestaltung sakramentaler Praxis.
4.4. Gottes- und Trinitätslehre, Pneumatologie
Frühjahrssemester 2027
Dienstag, 11.20-12.05 Uhr; 13.50-14.35 Uhr / Mittwoch, 13.50-14.35
Pflichtvorlesung BA 2-3 / MA 1 – Mündliche Prüfung / Schriftliche Arbeit – 4.5 ECTS
Die Wirklichkeit, die wir mit dem Namen «Gott» bezeichnen, lässt sich nicht definieren. Im Verlauf der Geschichte wurden jedoch Kriterien für das adäquate Sprechen von Gott entwickelt. Die Vorlesung beleuchtet die Entstehung und Bedeutung des monotheistischen und trinitarischen Glaubens, die Verwendung einer personalen Sprache für Gott und den Glauben an die Ewigkeit und Geschichtsmächtigkeit Gottes. Solche theologische Reflexion steht im Kontext von kritischen Anfragen, etwa im Blick auf ein befürchtetes Gewaltpotenzial des Monotheismus. Im Verlauf der Vorlesung kann die Vertrautheit mit unterschiedlichen Ressourcen der Gottesrede (Bibel, theologische Tradition, philosophische Reflexion, Gebet, Mystik, Literatur, Kunst) wachsen.
4.5. Spezielle Sakramententheologie: Taufe und Firmung
Frühjahrssemester 2027
Dienstag, 16.45-18.25 Uhr
Daten: 02.03./16.03./13.04./27.04./04.05./18.05./01.06.27
Pflichtvorlesung BA 2-3 / MA 1 – Mündliche Prüfung – 1.5 ECTS
Die Vorlesung leitet dazu an, die kirchliche Praxis von Taufe und Firmung von ihrem biblischen und theologiegeschichtlichen Hintergrund her zu verstehen, und befähigt dazu, in Verkündigung und Sakramentskatechese die Bedeutung dieser Sakramente zu erschliessen.
Seminar: 7.3. Leseseminar Thomas von Aquin, Streifzüge durch seine Schriften
Fulvio Gamba
Herbstsemester 2026
Freitag, 08.25-15.30 Uhr
Daten: 18.09./23.10./13.11./04.12.26
Freies Angebot BA 1-3 – Teilnahme 2 ECTS, mit schriftliche Arbeit 4 ECTS
Die Philosophie des Aquinaten erfreut sich in letzter Zeit, auch ausserhalb des theologischen Lehrbetriebes, wieder grosse Beachtung. Anhand ausgewählter Schriften soll ein Überblick über das vielfältige Schaffen dieses mittelalterlichen Denkers gewonnen werden, dessen gedankliche Erkundungen nach wie vor für die Theologie inspirierend wirken.
Anmeldung:
Kontakt:
Theologische Ethik
4.6. Theologische Fundamentalethik l
Herbstsemester 2026
Dienstag, 11.20-12.05 Uhr; 13.50-15.30 Uhr
Pflichtvorlesung BA 1-2 – Mündliche Prüfung – 4.5 ECTS
Thema: Phänomene des Moralischen; Beitrag des Glaubens; hermeneutische Vermittlung.
4.7. Spezielle Theologische Ethik ll
Herbstsemester 2026
Montag, 13.50-15.30 Uhr
Pflichtvorlesung BA 3 / MA 1 – Mündliche Prüfung – 3 ECTS
Einführung in die Beziehungsethik (Hermeneutik, exemplarische Themen, Theologie)
4.8. Theologische Fundamentalethik ll
Frühjahrssemester 2027
Montag, 11.20-12.05 Uhr; 13.50-14.35 Uhr
Dienstag, 14.45-16.25 Uhr; Daten: 02.03./16.03./13.04./27.04./04.05./18.05./01.06.2
Pflichtvorlesung BA 1-3 – Mündliche Prüfung – 4.5 ECTS
Thema: Hermeneutik biblischer Perspektiven; Handlungsurteile; Freiheit und Verantwortung.
4.9. Wirtschaft und Ethik: Dilemma oder Dyade? Einführung in die Wirtschaftsethik
Frühjahrssemester 2027
Donnertag, 13.50-18.25 Uhr; Daten: 18.03./22.04./29.04./13.05/20.05.27
Pflichtvorlesung BA 1-3 / MA 1 -2 – Mündliche Prüfung – 3ECTS
Wirtschaft und Ethik – die zwei Grössen stellen für viele einen Gegensatz dar. Die junge Disziplin der Wirtschaftsethik versucht sie indes begründet zusammenzuführen. Dabei befeuern ausgerechnet die negativen Auswirkungen der kapitalistischen Wirtschaftsweise den Erfolg der Wirtschaftsethik. Ob das nachhaltig gebraute Bier, die fair produzierte Jeans oder klimaneutraler Beton – kaum ein Unternehmen, kaum ein Angebot, das sich nicht als ethisch, fair oder nachhaltig gibt. Inwieweit lassen sich ökonomische und ethische Ansprüche vereinen? Was bedeutet fair, wofür steht nachhaltig und was heisst verantwortungsvoll? Und wie können Wirtschaftsakteur:innen souverän mit ethischen Dilemmata umgehen?
Dieser Kurs bietet eine Einführung in zentrale Theorien, Begriffe und Ansätze der Wirtschaftsethik inklusive neuerer kirchlicher Lehrschreiben zu wirtschaftlichen Fragen. Dabei lässt er viel Raum für die (kritische) Diskussion der theoretischen Ansätze und praktischen Fallbeispiele.
